mistress und der erste (zweite?) schnee

(mistress zieht sich warm an. als sie morgens aufgestanden ist war es draußen weiß und die fahrräder sehen im schnee ganz wundervoll aus.
ein tag im büro: dokumente zusammenfügen, denken, schreiben, den spagat machen zwischen 2 erfahrenen* frauen die aber beide nicht greifbar sind. in den laden hopsen und markus helfen weil die bude voll mit studenten ist. nochmal büro und dann nurmehr sofa, laptop + zum kochen aufraffen. der junge riecht gut als er spät nachhause kommt!)
* korr. sü
mistress und das vinyl board (pink)

(mistress macht erste versuche mit dem pinken board. es ist wie für sie gemacht. außerdem: arbeiten, dann ab 6 im laden rumhängen, süsü hat hotdogbrötchen gebacken und franzbrötchen, ein tag (abend) mit viel grübeln, wie schon die letzten tage auch, auf der suche nach einem plan, einer idee, einem platz. lust, dinge anzugehen. hänge grad ein wenig in der luft, was steckt dahinter? früh ins bett, dann plauderei, gintonics + jetzt zeichnen: ende gut!)
mistress und ein besonderer nachmittag
(mistress und der junge schmiegen sich aneinander. mistress spürt heute die anstrengungen der woche, auch wenn alles gut ging. das gewicht auf ihren schultern hat sich in ein paar tränen aufgelöst. auch in freudentränen.)
vermist en erg gemist
es sind lange tage, allein aufwachen und schlafengehen und dazwischen der alltag und der ausnahmezustand, ganz nah beieinander. ich halte alles zusammen bis mein junge wieder da ist, aber ich vermisse ihn.
mistress hält alles zusammen
(mistress ist ein fleißiges bienchen im büro. und abends hafenmädchen. und dazwischen bring sie sich und alle guten spökes dahin, wo sie gebraucht werden.)
edit 1.dez: der junge ist wieder im 21. stock. anderer turm, andere aussicht. diesmal wirds gut.
mistress zurück im laden
(am freitag vom jungen eine kleine schultüte bekommen – yay! gestern seinen geburtstag gefeiert, zuhause + im laden, laden wieder wie neu! heute hat mistress den nachmittag auch dort verbracht, sachen zurückräumen, umbauen. gerührt sein, weils so heimelig ist und weil die gäste sich so freuen, dass es den hafenjunge und sein mädl (wieder) gibt. im kopf ist die urlaubsentspannung wieder über bord gegangen, leichte verzweiflung über all den dingen, die mistress machen möchte. abend: patrick wolf hören + zeichnen.)
mistress und der schulanfang
(mistress ist aus den ferien zurück und ist in ihrer wohnung noch fremd. morgen wieder ins büro, ein gefühl von schulanfang + herbstbeginn.)
notiz zu einer ausreißerkuh
(notiz: die bayrische kuh yvonne, eigentlich aus kärnten, ist ausgebüxt und treibt sich seit juni (!) im wald + der gegend herum. mistress stellt sich vor, wie yvonne sich gegen rehe, hirsche und füchse behaupten muss.) (muaßd lei laafn, da zug hod scho pfiffn!)
mistress und das nichtstun
(ein gleißender sommernachmittag. mistress denkt übers nichtstun nach, und dass das wahrscheinlich schon mal leichter fiel. gestern war mistress baden, heute mag sie sich nicht recht bewegen, mit dem zeichnen kommt ruhe. der vormittag ging für ein unleidiges buch drauf – ein krimi, der keiner war, sondern kurzgeschichten. mistress tapfer bis zur letzten seite, aber da kam nichts mehr.)
mistress’ urlaubskartografie
(mistress liegt in der wiese und sieht in den wolken ständig neue tiere, formen und fabelwesen.)
mistress sieht beim brotbacken zu
(mistress sieht aus dem fenster auf den fluss und leuten zu. und auf einen alten (sehr alten) brotofen, der befeuert wird. das brotbacken so begeistert sie sehr. mistress stromert durchs ruhige haus, liest zeitung und denkt nach. zum 2. kaffee des tages wacht der junge wieder auf und kriecht aus den decken. mistress hat den ersten nachmittag hier verschlafen – das bett ist ein guter platz.)
mistress sieht ein mounty in chicago
(tag 2 im hübschesten bayrischen feriendomizil. mistress sieht sich mit dem jungen “ein mounty in chicago” an (draußen regnet es) und stellt fest: “das waren noch zeiten, als man öffentliche telefone gebraucht hat. auch als verbrecher!”)
mistress hat vorfreude
(mistress ist voll mit urlaubsvorfreude, und sie packt schon mal am bett vor. (spät am abend erledigt sie dann die letzten dinge, die wirklich noch zu tun sind.))
mistress trifft frau blaukirsch
(mistress entert zum 2. mail das büro von frau blaukirsch, um ein logo und drucksachen fertigzumachen. freitagabendarbeit und doch so entspannt. freitagabendausgehen mit den mädels steht jetzt trotzdem an. + ein geburtstag sollte auch noch befeiert werden…)
mistress fährt zug und denkt nach
(mistress ist in keiner der welten ganz zuhause. sagt das nachdenken im zug. (und kurz darauf auch zufällig ein gespräch mit einem besten freund beim ausgehen.) nicht mehr das ganz große ausgehmädchen – aber immer noch sehr gern. aber auch noch nicht recht vorstellbar – selbst wenn mistress doch dann und wann drüber nachdenkt, zugegeben.)
mistress und der stand der dinge (I)
(es ist zeit für neuigkeiten. ändert sich eigentlich viel? mistress weiß nicht genau.
das grafikmachen. das unterrichten. das zeichnen. ihr junge ♥. das in-wien-sein. hafenjunge-helfen und rumhängen. konzertegehen. die freunde, auch wenns manchmal scheint, sie würden weniger. vieleicht ziehen sie auch einfach nur weg. oder mistress geht zuwenig raus.
sie hat also immer noch ihre 2 + 2 halbe jobs. den bei tina frank, als grafikerin und, nunja «goldschatz». das heißt, mistress füttert auch mal die katzen.
apropos katzen: immer wieder hüten mistress und der junge auch rudi, die gastkatze. jung, verspielt, eifersüchtig wenn andere knutschen, und haarig. aber entzückend.
wenn zuviel zu tun ist, wir mistress oft schon von vornherein erschöpft. wenn zuviele möglichkeiten sind, auch.)
mistress is attentive
(even with knowing each other so well, and being so close, mistress feels like they are more careful about what they like & like to do, now. – and it’s exciting.)
mistress im jahr des löwen* (große katze)
– schöne nahe momente mit markus
– im sommer mit ihm eine reise machen, nach frankreich, dänemark oder an die nordsee!
– weniger weinen, zweifeln, gedankenverschwenden
– viel zeichnen. ein floppy-buch zum beispiel
(*eigentlich hase. aber mistress hatte eindeutig einen löwen in blei gegossen!)
mistress kauft eine neue kamera
(mistress hat eine neue kamera, die ihr steht und ihr wirklich gehört. am letzten abend in hamburg, am weg heim, ist sie plötzlich aufgetaucht. wie großartig!) (minolta X-300S)
20 x mistress 2010 … Teil 2
11. 2 Monate mit meinem “Auto des Jahres”, dem Brasilero. Wien damit auch mal als Autofahrerin kennengelernt…
12. Eine warme Winterjacke angeschafft!
13. Endlich mal wieder meine Schwester besucht! Nicht gestritten. Sonntags im englischen Garten spaziert. Gute Zeit gehabt.
14. Das Ende aller Vergünstigungen: Ich bin die letzten Studentenermäßigungen los, und nun auch über 27. In diesem Sinn: erwachsen!
15. Ein bisschen Niederländisch gelernt, und ein neues Lieblingswort: “piepklein”
16. Mehr Wurzeln geschlagen in Wien, als früher mal für möglich gehalten…trotzdem noch mal nach Norden ziehen? Eigentlich ja!
17. Abende als Gastgeberin + Hafenmädchen, gemeinsam mit meinem (Hafen-) Jungen: Freunde und liebe Leute, ein Konzert und Lesungen, hinterher immer erschöpft und sehr glücklich.
18. Beste Freunde öfter gesehen, manche leider seltener. Und super neue Menschen kennengelernt.
19. Ein Sommer an der Hafenkante.
20. Manchmal gezweifelt (an allem), mir viele Fragen gestellt, vielleicht zu oft geweint. Dabei aber ein gutes Jahr erlebt, ein aufregendes, in dem vielviel neues geschehen ist!
PS: das erste Mal auf der Donauinsel gewesen! Aber nicht zum Donauinselfest.
20 x mistress 2010 … Teil 1
1. Tolle Bilder gezeichnet, wenn auch nicht so viele wie ich manchmal gewollt hätte. manche davon veröffentlicht (nicht von mir, sondern von anderen!)
2. In einem Museum übernachtet und fast zu Tränen gerührt meine Zeichnungen auf diese verflucht große Wand projiziert gesehen (Hotel Lentos @ Lange Nacht der Museen)
3. Meinen Jungen geliebt und Buch, Spiegel und Schwert mit ihm geteilt (und die Kajüte mit der Holland-Bettwäsche und überhaupt noch viel mehr!)
4. Das 1. Mal meine Mailbox besprochen: um meine neue Telefonnummer kundzutun (und viele Anläufe gebraucht!)
5. Vor Beginn des neuen Jahres einen Kalender fertiggezeichnet. Drucken lassen, verkauft und verschenkt! (es sind noch welche da... :)
6. Dafür das Floppy+Schnitzel-Buchprojekt ins neue Jahr verschoben.
7. Wieder mal gelernt, dass sich nicht alles ausgeht, und auch nicht muss, und den meisten Stress mach ich mir immer noch selbst. Im neuen Jahr, mal sehen…
8. Mutig gewesen und zum ersten Mal vor Studenten gestanden und ihnen von Kontrast und Schriften und Farben erzählt und sie, meistens, vom Schlafen abgehalten
9. Manchmal zu sesshaft gefühlt und daraus Wegfahrpläne geschmiedet
10. Einen Laden und einen Neon-Anker gezeichnet, die im Nachhinein aussehen wie die Vorlage für die Wirklichkeit!




















